Allergie ist nicht gleich Allergie

Allergien sind eine der häufigesten gesundheitlichen Beschwerden deren Ursachen oft  schwer zu finden sind. Zur Vermeidung von allergischen Reaktionen, die in schweren Fällen bis zu einem anaphylakischen Schock und somit zur Lebensgefahr führen können ist es sehr wichtig den Auslöser zu finden. Auch eine Unterscheidung  zwischen Unverträglichkeit und echter Allergie muss abgeklärt werden. Dazu ist eine Blutuntersuchung notwendig.

Was ist eine Allergie? Clemens Freiherr von Pirquet gilt als der Begründer eines neuen Wissenschaftszweiges, der Allergologie. Der gebürtige Wiener hatte bereits 1905 seine Beobachtungen über immunologische Reaktionen als neue Krankheit beschrieben. Er nannte sie zu dieser Zeit noch Serumkrankheit, prägte jedoch schon ein Jahr später, also 1906, den Begriff der Allergie. Allergie ist heute der Oberbegriff für die Neigung des Körpers, mit krankmachender Überempfindlichkeit des Immunsystems auf körperfremde, sonst aber meist harmlose Stoffe, zu reagieren.
Wie entsteht eine Allergie? Die Auslöser einer allergischen Reaktion sind Stoffe, die auf verschiedenen Wegen in den Körper gelangen können. Inhalationsallergene werden eingeatmet. Nahrunsmittelallergene gelangen durch den Mund und über den Magen-Darm-Trakt in den Körper. Kontaktallergene werden durch Hautkontakt aufgenommen. Injektionsallergene werden in den Körper eingespritzt, dazu zählen Insektengifte, aber auch Medikamente oder Röntgenkontrastmittel. Das Abwehrsystem ist bei Allergikern gestört, es kann zunächst bei bestimmten Stoffen nicht mehr zwischen schädlich und unschädlich unterscheiden. Gegen diese Stoffe mobilisiert der Körper nun Abwehrstoffe, um die scheinbar schädlichen Fremdkörper zu zerstören. Diese Abwehrstoffe nennt man Antikörper. Das Immunsystem bildet viel mehr Antikörper als der Körper für eine normale Abwehrreaktion benötigt würde. Dies führt zu einer Überempfindlichkeit, die sich in vielfältigen allergischen Reaktionen äußern kann. Diese können etwa eine laufende Nase, tränende und juckende Augen, Hautausschlag, Magen-/Darm-Beschwerden sein oder in schlimmeren Fällen ein anaphylaktischer Schock. Bleiben Allergien unerkannt und unbehandelt, kann dies zu chronischen Beschwerden, immer heftigeren Reaktionen und schließlich auch zu Asthma führen. Bereits jeder vierte leidet an einer Allergie. Die Gründe für diese Zunahme an allergischen Erkrankungen sind vielfältig. Unser Körper wird ständig mit neuen Stoffen konfrontiert, die biotechnologisch gewonnen oder chemisch hergestellt werden. Außerdem ist das Angebot an exotischen Früchten, die wir heute verzehren, viel größer als früher. Dass Millionen von Menschen rauchen, erhöht ebenfalls das Allergierisiko. Zudem halten wir uns immer häufiger in den eigenen vier Wänden als im Freien auf, wo die Luft, trotz Umweltbelastungen, noch immer weitaus besser ist als in Innenräumen. Möglicherweise hat sich aber auch unser Immunsystem, also die körpereigene Abwehr, durch seltenere Infektionen und bessere Hygiene so verändert, dass es auf harmlose Stoffe reagiert.
Welche Personen sind besonders gefährdet? Die Wahrscheinlichkeit einer Allergie steigt, wenn Eltern oder Geschwister ebenfalls allergisch sind. Vererbt wird daher nicht die Allergie direkt, sondern die Bereitschaft des Körpers irgendwann eine Allergie zu entwickeln. Neben der vererbten Allergiebereitschaft gibt es natürlich auch noch Umweltfaktoren, die das Auftreten einer allergischen Erkrankung wahrscheinlicher machen. Eine erhöhte Durchlässigkeit der Haut-oder Schleimhautbarriere, aber auch psychische Faktoren können die Entwicklung einer Allergie begünstigen. Allergien sind zwar organische und keine psychischen Erkrankungen, jedoch beeinflusst das seelische Befinden oft das allergische Krankheitsbild. Zigarettenrauch im Umfeld eines Kindes kann bereits im Säuglingsalter zu einem erhöhten Allergierisiko führen. Aber auch pseudoallergische Reaktionen (Intoleranzreaktion) können zu Beschwerden führen, die genau so aussehen wie bei einer allergischen Reaktion. Auslöser sind oft Medikamente, Farb- und Konservierungsstoffe, Lebensmittel oder andere chemische Stoffe (z.B. Formaldehyd), ferner Nahrungsmittel, die viel Histamin (entzündungsauslösende Mittlersubstanzen) enthalten, wie Rotwein, Champagner, Fisch (besonders nicht mehr ganz frischer), gereifter Käse und Sauerkraut. In der Regel sind hier aber höhere Konzentrationen notwendig, während bei einer „echten“ Allergie schon geringe Menge eines Stoffes allergische Reaktionen auslösen können.Bei 5 Prozent aller Kleinkinder treten erste allergische Reaktionen der Atemorgane auf, und bereits 10 Prozent der Säuglingen leiden unter Problemen mit der Haut, der Verdauung oder der Atmung. Bei bis zu 20 Prozent der schulpflichtigen Kinder stellt man mit zunehmenden Alter Heuschnupfen fest. Im Erwachsenenalter sind schließlich etwa 35 Prozent von einer Allergie betroffen! Sehr wohl können sich jedoch die Symptome verlagern – eine Milchallergie des Babys kann sich zur Hausstaubmilbenallergie beim Schulkind entwickeln. Allergie bei Kinder verschwinden also nicht von allein.
Wie gefährlich sind Allergien überhaupt? 25 % der österreichischen Bevölkerung leiden unter allergischen Symptomen – Tendenz steigernd. Allergien treten sehr oft erstmals im frühen Kindesalter auf. Erkennt man aber die Neigung zum Allergierisiko oder bereits die Allergie selbst frühzeitig, besteht die Möglichkeit Präventivmaßnahmen sinnvoll einzusetzen bzw. Therapien effizient zu nutzen, um ein Fortschreiten der Allergie zu verhindern. Allergien sind nicht harmlos! Aus einem nicht behandelten Heuschnupfen kann Asthma bronchiale werden, die wiederum führt – in den schlimmsten Fällen – zu schweren Schäden an Herz und Lunge. Nutzen Sie deshalb die Chance, Ihre Lebensqualität und die Ihrer Kinder deutlich zu steigern und sprechen Sie mit dem Arzt Ihres Vertrauens.
Ist meine Allergie heilbar? Viele Allergien sind heutzutage schon heilbar oder zumindestens sehr gut behandelbar! Es gibt heute bereits eine breite Palette an gut verträglichen Medikamenten, die auch nicht mehr müde machen. Damit die Therapie bei Ihnen optimalen Erfolg bringt, sollten Sie folgendes beachten:
  •  Vor jeder Therapie muss unbedingt abgeklärt werden, auf welche Stoffe Sie allergisch reagieren!
  •  Nehmen Sie nicht wahllos irgendwelche Medikamente ein, die Ihnen jemand aus Ihrem Bekanntenkreis empfohlen hat! Sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker über eine Allergietherapie
  •  Nehmen Sie die vom Arzt verschriebenen Medikamente über den verordneten Zeitraum ein, d.h. brechen Sie die Therapie nicht ab, auch wenn es Ihnen kurzfristig besser geht
  •  Lassen sie sich auch von ihrem Apotheker beraten, denn es gibt viele natürliche und rezeptfreie Hilfen
  •  Einige Medikamente können eine Allergie verstärken in dem sie den Histaminspiegel erhöhen. Bei Histamin-Intoleranz und Allergien sollte Medikamente mit dem Wirkstoffen Ambroxol, Acetylcystein, Amitriptylin, Clavulansäure, Metoclopramid, usw. nur nach Absprache mit einem Arzt eingenommen werden.
  •  Bestimmte Lebensmittel haben ebenfalls eine allergieverstärkende Eigenschaft. Besonders histaminhältige Lebensmittel wie reifer Käse, einige Rotweine, Sekt, Essig, Tomaten,.. sollten nur in geringen Mengen verzehrt werden. Histamin ist ein Stoff, der bei der Lagerung von eiweißreichen Lebensmittel entsteht. Je länger und wärmer diese Lebensmittel gelagert werden, desto mehr Histamin enthalten diese. Deshalb sollten Allergiker Lebensmittel so frisch und unverarbeitet wie möglich verzehrt werden.

 

Jeder Mensch kann mit unterschiedlichen Symptomen auf eine Allergische Reaktion reagieren, und grundsätzlich kann auch vieles Auslöser einer Allergie sein. Vieles im Menschlichen Körper spielt diesbezüglich eine Rolle. Darmflora, Immunsystem, Nährstoffhaushalt, div. Vorbelastungen.

Um rasche Linderung herbeizuführen ist es ratsam bereits vor dem Allergiestart den Körper zu unterstützen und optimal auf die Hauptblütensaison vorzubereiten. Wie mache ich das? Man setzt an der Ursache der Erkrankung an, nämlich der Irritation und Schwächung des Immunsystems, welche oftmals auch mit chronischen Entzündungen einher geht.

Gemmotherapie

Die Gemmotherapie ist da ein guter Begleiter. Patienten mit Allergien sollten sich außerhalb der Symptomphase mit Mazeraten vorbereiten, um die Allergiebereitschaft des Körpers zu senken. Dazu kann eine vierwöchige Kur mit den Gemmomazeraten der schwarzen Johannisbeere, Rosmarin und Rotbuche durchführen. Gemma bedeutet Knospe und unter Gemmotherapie versteht man folglich Knospentherapie, welche ein belgischer Arzt entdeckte. Da im pflanzlichen Embryonalgewebe die Informationen der ganzen Pflanze vorhanden sind, steckt darin die höchste Heilkraft. Im Frühjahr, wenn die Pflanzen beginnen, ihr Potenzial zu entwickeln, wird ihre unbeschreibliche Wachstumsenergie mit dem Verfahren der Mazeration in das Pflanzentherapeutika gebracht. Die Mazerate wirken sowohl im körperlichen Bereich als auch im seelisch geistigen und sind oftmals in der Lage, sanfte Korrekturen einzuleiten, die häufig fast unbemerkt vonstattengehen.

 

schwarze Johannisbeere

Die „Alleskönnerin“ unter den Knospen schwarze Johannisbeere

Ihre Früchte sind wahre Nährstoffbomben, und voller Aminosäuren und ätherischer Öle. Ihre Knospen werden bei jeder Art von Allergischen Störrungen eingesetzt. Wie etwa der allergische Schnupfen, Heuschnupfen sowie bei Asthma. Es stimuliert die Nebennierenrinde, wodurch die körpereigene Cortisol Produktion angehoben wird. Cortisol wirkt auf überschießende Reaktionen des Körpers (Allergien) hemmend und reduziert Entzündungen.  Natürlich kann die entzündungshemmende Wirkung auch bei vielen anderen Beschwerden eingesetzt werden...

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Rotbuche

Die raumschaffende Knospe Rotbuche

Die Rotbuche setzt den Fokus auf die Entlastung und Entgiftung, eignet sich bei vielen Beschwerden, die man als „Zivilisationskrankheiten“ bezeichnen kann. Die Knospen stärken die Nieren und wirken antiallergisch, da sie die Histaminfreisetzung aus den Mastzellen vermindern. Das Gemmomazerat stärkt die Leber und senkt erhöhte Harnsäurewerte, reguliert den Fettstoffwechsel und senkt erhöhte Cholesterinwerte.
Die Rotbuche ist für verschiedenste Beschwerden einsetzbar...

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Hängebirke

Die reinigende und verjüngende Knospe Hängebirke

Sie ist ein wahrer Könner, wenn es um Stoffwechselüberlastung geht. Sie bringt den Körper dazu großreine zu machen. Sie entgiftet, leitet überschüssige Säuren und Flüssigkeit aus dem Körper und lässt der Frühjahrsmüdigkeit keine Chance. Häufig äußern sich die Beschwerden auch im Bereich der oberen und unteren Atemwege. Welche mit Hustenreiz, Schleimabsonderungen und Atemnot beschrieben werden. Aber auch über die Haut versucht der Körper eine Allergie zu kompensieren. Diverse Ausschläge und Juckreiz sind die Folge. Auch Nahrungsunverträglichkeiten können allergische Reaktionen hervorrufen. Die breiten Anwendungsmöglichkeiten der Gemmomazerate werden eingesetzt, um ins Stocken geratene Prozesse anzuregen, regt die Nieren an wirkt entsäuernd. Wirkt knochenstoffwechselanregend, fördert den Calciumeinbau im Knochen, wirkt entzündungshemmend und antirheumatisch, wirkt fibersenkend und schmerzlindernd...

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Hainbuche

Die Vitalität spendende Knospe Hainbuche

Das Gemmomazerat der Hainbuche hat ausgeprägte blutstillende Eigenschaften, die sich hauptsächlich im Bereich der Schleimhäute manifestieren. Es hat eine entzündungshemmende und antiallergische Wirkung, die vor allem im oberen Bereich der Atemwege genützt werden, regt die Leber an und wirkt so entgiftend auf den Organismus, reguliert die Milz und ihre Funktionen. Durch ihre adaptogenen Eigenschaften hilft es besser mit Stresssituation umzugehen. Ihre Knospen wirken entzündungshemmend und immunstärkend. Akute Entzündungen der Schleimhäute des Hals-Nasen-Ohren-Bereichs sind das Haupteinsatzgebiet, einige Sprühstöße lindern den Reizhusten und beruhigen die Atemwege...

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Wolliger Schneeball

Die Knospe, die frei atmen lässt

wolliger Schneeball

Das Gemmomazerat des wolligen Schneeballs breitet seine Wirkung hauptsächlich auf den Atemtrakt und auf das neurovegetative System aus. Es hat einen krampflösenden und antiallergischen Effekt auf die Bronchien. Harmonisiert das neurovegetative System und wirkt allgemein entspannend, und reguliert die Hypophysen-Schilddrüsen-Achse. Im seelischen Aspekt hilft Spannungen zu lösen, vor allem wenn diese mit Symptomen auf der Haut und im Atemtrakt einhergehen. Bei Asthma und allergischen Erkrankungen, die verkrampfend auf die Bronchien wirken, ist dieses Gemmmomazerat geradezu unverzichtbar...

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Schwarzer Holunder

Die zwischen Polaritäten vermittelnde Knospe

schwarzer Holunder

Die Wirkung des schwarzen Holunders ist vielfältig und beruht zum großen Teil darauf, dass er eine ausgesprochen entgiftende und dennoch stärkende Wirkung zeigt. Diese Pflanze verfügt über außerordentliche Lebenskräfte. Sie wirkt abschwellend auf die Schleimhäute im Atemtrakt und bekämpft so Allergien. Gut zum Kombinieren mit anderen Mazeraten, da er deren Wirkung verstärkt. Löst Stauungen und bringt begonnene Prozesse zu einer Entscheidung, regt Immun- und Stoffwechselsystem an, wirkt allgemein entgiftend und klärend...

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Rosmarin

Die Leberkräfte anregende Knospe

Rosmarin

Das Gemmomazerat durchwärmt den ganzen Organismus und bringt die Säfte zum Fließen. Es ist ein ausgezeichnete Leber-Galle-Mittel und Antioxidans. Seine Wirkung geht auch auf die Fließeigenschaft des Blutes, und dehnt somit seine Kräfte dann auch auf die Psyche, das Nervensystem und den Hormonhaushalt aus. Bei Allergien mit Leberbeteiligung ist dies Mittel unverzichtbar...

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Die Liste der möglichen Gemmomazerate ist lang, und deren Einsatzmöglichkeiten beinahe unbegrenzt. Je nach Bedürfnis des Betroffenen, gibt es individuelle Ansätze, wie man seine Allergie in den Griff bekommen kann. Wichtig zu wissen ist es, je nachdem wie lange einem die Allergie schon begleitet, so viele Monate benötigt der Körper diese wieder zu bändigen. Manche Betroffenen können sogar wieder beschwerdefrei werden.

Gemmomazerate werden von Erwachsenen dreimal täglich ca. 15 Tropfen mit etwas Wasser oder direkt auf die Zunge gegeben. Kinder können bereits ab 1 Jahr immer die Anzahl ihrer Jahre in Tropfen dreimal am Tag einnehmen (z.B drei Jahre = 3 x 3 Tropfen tgl). Sie sind auch als Spray erhältlich, welche man dreimal täglich bis zu drei Sprühstöße auf die Zunge sprüht, dort etwa eine Minute behält und dann runterschluckt. Kinder nehmen dreimal täglich einen Sprühstoß. Diese Form der Verabreichung ist nach Ansicht einiger Therapeuten effektiver, da bereits im Mundraum Wirkstoffe aufgenommen werden können.

Gemmomazerate lassen sie sich gut mit anderen bewährten Methoden kombinieren, wie Schüßler-Salze und Homöopathie. Sollten sie eine Allergie z.B. gegen Birke, Buche, Hasel etc. haben, spricht das noch nicht gegen eine Einnahme des Gemmomazerates. Hier ist es wichtig sich gut beraten zu lassen, um Missverständnisse aus dem Weg zu räumen. Hier ist es sehr sinnvoll bereits im Herbst oder spätestens im Winter mit einer Therapie zu beginnen, um die Anpassungsbreite zu erhöhen und die Allergiebereitschaft zu senken.

 

Unsere Expertin Susanne Krammer berät sie gerne!

Susanne Krammer

Schreiben Sie uns oder rufen sie an:  +43726261180

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